Ich glaube, ich habe schon immer gemalt. Lange bevor ich wusste, dass man es „Malen“ nennt.

Ich habe auf die Rückseiten meiner Noten gemalt, in meine Hefte, auf irgendwelche herumliegenden Blätter, manchmal sogar auf meine Klamotten. Überall dort, wo ein kleiner freier Platz war, musste eine Linie hin, ein Kreis, eine Farbe, irgendeine kleine Welt.
Oft habe ich einfach gemalt, wenn mir langweilig war. Aber vielleicht war es nie wirklich nur Langeweile. Vielleicht war es meine Art, in eine andere Welt abzutauchen, Gedanken fließen zu lassen und für einen Moment ganz bei mir zu sein.
Vor ein paar Jahren habe ich dann beschlossen, diesem kleinen Teil von mir mehr Raum zu geben. Ich wollte nicht mehr nur nebenbei malen, zwischen Noten, Alltag und all den Dingen, die erledigt werden mussten. Ich wollte echte Leinwände. Echte Farben. Einen kleinen Ort nur für mich.
Also habe ich mir in meinem Arbeitszimmer eine kleine Malecke eingerichtet. Nichts Großes, nichts Perfektes – einfach ein kleiner Platz, an dem die Farben auf mich warten und ich die Zeit ein bisschen vergessen darf.
Und wenn ich heute vor einer leeren Leinwand stehe, fühlt es sich manchmal noch genauso an wie früher: Ein weißer Raum voller Möglichkeiten. Und irgendwo dazwischen finde ich mich selbst.

Die Meer-Bilder:
Ich male das Meer nicht als Abenteuer, sondern als Rückzugsort der Stille. Das tiefe Blau, das Boot unter dem Mond – das sind meine persönlichen Fluchträume. Wenn ich diese Szenen male, bin ich nicht hier, sondern dort, am Horizont, wo die Welt endet.









Meine Wälder & Bäume:
Das sind meine Liebsten. Violett, grau, mystisch – wie aus einer Traumwelt oder einer anderen Zeit. Wenn ich sie male, verliere ich mich selbst und finde gleichzeitig mich wieder.






Meine Berglandschaften:
Ich schaffe sie, um die Spannung zwischen Größe und Geborgenheit zu zeigen. Die Schneeberge, die grünen Wiesen, die Nebel – sie sprechen von Hoffnung und Transformation. Jeder Sonnenaufgang ist ein neuer Anfang, den ich mir wünsche.











Die Grenze-meine Serie
Ich habe diese Werke gemalt, um die unsichtbaren Linien zu zeigen, die zwischen zwei Welten existieren – und wie diese Grenze selbst lebendig ist.Ich male die Grenze, weil ich glaube, dass dort die Magie liegt – wo zwei Welten sich treffen, wo Eis und Feuer koexistieren, wo der Baum zum Menschen wird und der Mensch zur Erde. Die unsichtbare Linie ist das Pulsieren des Lebens selbst.





Das Auge der Eule
Ich male die perfekte Symmetrie – zwei Welten, die sich spiegeln. Die glühenden goldenen Augen sehen alles: oben die Berge in Pastell und Lila, unten die brennende Erde in Rot und Gold. Die Grenze läuft durch die Mitte wie ein Blitz der Erkenntnis. Diese Eule ist der Beobachter der Metamorphose.
Der Augenblick
Hier male ich das Unmögliche: Eine Gestalt aus Eis und Blau auf einer Seite, auf der anderen die Wüste in Rot und Hitze. Ein verdorrter Baum steht zwischen ihnen – ein Monument der Transformation. Die Grenze ist nicht nur eine Linie; sie ist ein Raum, wo alles sich verwandelt.
Der Baum der zwei Gesichter
Der Stamm wird zur menschlichen Silhouette, die Wurzeln teilen sich in zwei Profile. Der Baum ist der Mensch und der Mensch ist der Baum. Die grünen Blätter fallen wie Tränen. Alles verankert sich in der roten Erde – der Materie, aus der wir alle kommen.
Der umgekehrte Horizont
Der Baum trägt einen See im Kopf. Die Grenze zwischen oben und unten verschwindet. Berge werden zu Wasser, Wasser wird zu Himmel. Die Metamorphose ist vollendet – nichts bleibt fest, alles fließt.
Die Grenze
Von oben sehe ich die Wahrheit der Grenze: roter Sand und blaues Meer treffen sich in einer Linie. Ein weißer Streifen trennt, aber verbindet sie gleichzeitig.
Irrlichter des Lebens
Die Irrlichter des Lebens spielen um uns herum. manchmal zeigen sie uns den richtigen Weg, manchmal führen sie uns an der Nase herum oder verschwinden ganz und verstecken ihre Augen im Schatten der Zeit.